Seit 20 Jahren ist die Europäische Kulturkunde eine feste Institution am Gymnasium am Kaiserdom. Sie hatte und hat immer wieder mit zum Teil heftigem Gegenwind zu kämpfen, liegt ihr Ansatz doch quer zum postmodernen Zeitgeist, der auch als multikultureller Relativismus, entfesselter Ökonomismus, egomanischer Hedonismus und Geschichtsvergessenheit charakterisiert werden kann. Die krisenhafte Entwicklung heute unterstreicht die Notwendigkeit alternativen Denkens und Handelns. Dagegen setzt die Kulturkunde die Rückbesinnung auf die eigenen Wurzeln in der Geschichte. Dabei ist die Antike - zumal in einem altsprachlichen Gymnasium - ein wesentlicher Ausgangspunkt. Es geht aber auch um die Rezeption des kritischen Denkens der Aufklärung (Kant) als Inhalt und Methode der Aneignung unserer Kultur. |
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Gegen eine Verabsolutierung des Vernunftprinzips ist allerdings das Bewusstsein der Eingebundenheit in die Geschichte zu setzen, wie dies die Romantik (Fichte) erkannt hat. Die Spannungsenergie von Mythos und Logos muss man dabei aushalten können. In den Auseinandersetzungen und Verwerfungen heute scheint auch - leider nur sehr vereinzelt - in der Öffentlichkeit langsam die Einsicht zu reifen, dass eine Rückbesinnung auf die Werte und Wurzeln unser eigenen (europäischen) Kultur dringend vonnöten ist. Leitziele
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