Jedes Klassenstufenthema wird von einem Lehrerteam betreut, das sich fächerspezifisch, aber insbesondere interessengeleitet zusammensetzt und Material und Fragestellungen für die Einzelthemen erarbeitet. Als Grundsatz gilt: jeder Lehrer arbeitet primär nach den Sach- und Methodenkriterien des Gesamtkonzepts Kulturkunde und versteht sich erst in zweiter Linie als Vertreter bestimmter Fächer. Im Grunde ist das gesamte Kollegium in diese Arbeit eingebunden, wobei Funktion und Engagement natürlich schon unterschiedlich ausgeprägt sind.
Eine Kulturkundeeinheit umfasst mindestens 4 Tage und einen Präsentationstag pro Jahrgangsstufe. Eine allmähliche zeitliche Verlängerung ist anstreben; hierbei wäre vor allem auch eine (institutionalisierte) Ausweitung in den Fachunterricht wünschenswert, die Projektwoche vorbereitend und vertiefend. (So wird z. B. in Klasse 7 das Thema Perserkriege im Fach Geschichte vorher schon grundlegend behandelt, zugleich aber darauf geachtet, dass der Projektwoche nicht vorgegriffen wird.)
In den Klassenstufen 5 bis 8 bleiben die Schüler i. d. R. in den Klassenverbänden und bearbeiten unter Hilfestellung des jeweiligen Lehrerteams das bereit gestellte Material. Die Methoden werden von den Schülern in Absprache mit den Lehrern ausgewählt (so kann eine mythische Erzählung in eine bildliche Darstellung, in ein Theaterstück, in eine Gegenwartsübertragung etc. umgeformt werden). Grundsätzlich bevorzugt die Europäische Kulturkunde schülerorientierte Arbeitsformen, um Eigenverantwortung und Motivation der Schüler zu fördern.
In den Klassenstufen 9 und 10 wählen die Schüler aus etwa 5 Einzelthemen 3 aus, die sie dann als Stationen und in Gruppen (jenseits der Klassenverbände), bearbeiten. Die Methoden werden innerhalb der Gruppen erarbeitet und entschieden. Am Ende ihrer Stationenarbeit entscheiden sich die Schüler für ein Teilthema (eine Station), das sie in wieder neuen Gruppen für eine Präsentation vorbereiten. Die Art der Präsentation wird von der jeweiligen Gruppe entschieden.
In der Oberstufe findet eine Vertiefung und Erweiterung des kulturkundlichen Angebotes statt. Im Zentrum steht ein Oberthema (Wirklichkeit und ihre Interpretationen). Um dieses Thema gruppieren sich eine Reihe von Einzelthemen, von Lehrern erarbeitet und von ihnen geleitet bzw. begleitet. Schüler der Oberstufe wählen sich für jeden der 4 Tage ein Thema und gestalten mit dem jeweiligen Lehrer die Erarbeitung. Methodische Freiheit ist vorausgesetzt. Ein Schwerpunkt des Arbeitens ist die Nutzung des Internets und der Bibliothek. Auch die Oberstufe beteiligt sich an der Präsentation.