|
|
|
| Umwelt baut Brücken --- Jugendliche im Europäischen
Dialog
Jugendliche aus Deutschland kommen mit jungen Leuten aus
Polen, der Slowakei, Tschechien, Slowenien und Ungarn zusammen,
lernen die Kultur der Anderen kennen, haben eine Menge Spaß
- und das alles im Zeichen der Umwelt. Isidor Brodersen
|
|
|
Partnerschule Novo Mesto Die Partnerschule des Gymnasiums am Kaiserdom,
das Gimnazija Novo mesto (Slowenien) wurde vor 260 Jahren
von Kaiserin Maria Theresia gegründet. Die Schule wird
heute von etwa 900 Schülerinnen und Schülern besucht.
Da das slowenische Schulsystem eine neunjährige Grundschul-
und eine vierjährige Gymnasialphase vorsieht, wird das
Gymnasium nur von Jugendlichen im Alter von 15 bis 19 Jahren
besucht. Die Unterrichtszeiten in Novo mesto unterscheiden
sich von denen in Speyer; der Unterricht beginnt bereits um
7.00 Uhr und endet nachmittags um 14.00 Uhr oder 16.00 Uhr.
|
Die Projektgruppe vor dem Schulportal in Novo Mesto Führung im Gymnasium Novo Mesto |
|
Die Schüler vor den Salinen Karte Sloweniens Slowenische Gastfreundschaft
|
Wussten Sie schon, dass...
|
| Reportage Man könnte meinen, es sei ein ganz normaler Bauernhof.
Bauernhaus, Scheune und Schuppen umgeben einen gepflasterten
Hof; daneben sind Spargeldämme und Gewächshäuser
zu sehen. Auf einem der Feldwege fährt ein Traktor. Es
ist zwar noch früh am Tag, trotzdem herrscht jetzt schon
reger Betrieb.
Auf den Feldern des Queckbrunnerhofes wachsen unter anderem
Spargeln, Kohlrabi, Rhabarber, verschieden Getreidearten,
sogar Artischocken und natürlich Zwiebeln. In einem Gewächshaus
werden zusätzlich Tomaten und auch Paprika herangezogen.
"Landwirtschaft bedeutet nicht nur, schmutzige Hände
zu bekommen, sondern vor allem Wissenschaft und neue Ideen",
erklärt Laun, als die Gruppe in einem der Gewächshäuser
steht, umgeben von frei fliegenden Schlupfwespen. Hier werden
die nützlichen Insekten mit zunächst "eingekauften"
Blattläusen gefüttert, damit sie später die
Tomatenpflanzen von diesen Schädlingen befreien. Ein
im Gewächshaus wohnendes Hummelvolk sorgt für die
Bestäubung der Tomatenblüten. Diese biologischen
Versuche zum Pflanzenschutz im Gewächshaus zeigen, wie
wichtig Innovationen für die Agrarwirtschaft sind. Gemüseanbau,
der allgemeinhin mit traditionellen Familienbetrieben in Verbindung
gebracht wird, ist in Wirklichkeit eine Wissenschaft für
sich. Lisa Valentin
|
|
| Mariano: Dieser Austausch war ein sehr schönes Erlebnis. Es hat mir sehr gefallen, in einer Woche viele neue Leute kennen zu lernen und meine Deutschkenntnisse zu verbessern. Das Recherchethema finde ich sehr interessant, weil ich mich für Biologie und Umweltschutz interessiere. Früher wusste ich nicht, mit welchen Problemen ein Bauer konfrontiert wird und wie er sich mit diesem Prognosemodell helfen kann. In der Familie, wo ich wohnte, waren alle sehr nett und wir haben uns sehr gut verstanden. Jetzt freue ich mich schon an die Ankunft unserer Austauschpartner in Slowenien. Barbara: Die Besichtigung des Betriebes Queckbrunnerhof hat mich sehr beeindruckt. Es sollte mehr solche Forschungszentren auch in Slowenien geben. Sie ermöglichen einen besseren und effektiveren Anbau von Gemüse, der nicht so gesundheitsschädlich ist. Solche Betriebe tragen zu größerem Umweltbewusstsein der Bürger bei. Tadej: Alle meine Erinnerungen auf Speyer sind wunderbar.
Ich weiß nicht warum, aber die deutschen Mädchen
mögen mich lieber als die in Slowenien. Kaja: Das Projekt gab mir viel Neues. Die Kontakte mit deutschen
Partnerschülern waren ausgezeichnet und durch viel Sprechen
wurden meine Deutschkenntnisse verbessert. Die Projektteilnahme
war eine gute Erfahrung, die man jedenfalls wiederholen müsste. Jana: Das ganze Projekt ist eine herrliche Kombination des
Nutzens und der Unterhaltung - beim Erkennung des Falschen
Mehltaus an Zwiebeln und Deutschlernen haben wir auch viele
neue Freundschaften geschlossen, alte gefestigt und hatten
dabei viel Spaß.
|
|
|
Luftaufnahme von Novo Mesto |
Novo Mesto Am 7. April 1365 unterzeichnete Rudolph IV. von Habsburg eine Urkunde, mit der er einer kleinen Siedlung namens Rudolphswerth die Stadtrechte verlieh. Diese Stadt entwickelte sich zu Novo mesto. Eine gute Autostunde von Ljubljana gelegen, wurde die Stadt zum kulturellen Zentrum im Südosten Sloweniens, der Dolenjska. Neustadt, wie sie auf deutsch heißt, wird von der Krka umschlungen. In der reizvollen Ortschaft leben 25.000 Einwohner. Papst Alexander VI. gründete das Kollegiatskapitel, dessen Turm hoch über der Stadt aufragt und als Wahrzeichen der Stadt gilt. Die malerische Altstadt lädt zum Schlendern und Eisessen ein, Weinberge und viele Wälder in der direkten Umgebung zu lohnenswerten Ausflügen. Thomas Doroszewski
|
|
Clemens Scheck: Es war für mich ein besonderes Erlebnis, Slowenien kennenzulernen. Land und Leute haben bei mir äußerst positive Eindrücke hinterlassen: Die Gastfreundschaft der slowenischen Familien hat mich ebenso sehr fasziniert wie die herrliche Landschaft Sloweniens. Robin Volk: Ich fand den Austausch sehr schön. Für besonders wichtig halte ich die kulturelle Erfahrung, die fremde Mentalität kennen zu lernen. Timo Flott: Ich habe ein neues Land und neue Leute kennengelernt. Alle waren sehr nett und gastfreundlich. Wir hoffen, die Freundschaften bleiben danach bestehen. Kerstin Humm: Der Austausch hat sehr viel Spaß gemacht und ich war überrascht, dass die Eltern auch Deutsch sprechen. Die Eltern sind sehr nett und gastfreundlich. Lisa Valentin: Es gefällt mir sehr gut. Das Verhältnis zu meiner Partnerin wurde auch noch besser (als es in Speyer schon war). Man gewinnt einen persönlichen Eindruck von Slowenien. Christoph Jung: Vor allem gat mich die Freundlichkeit und Zuvorkommenheit der Menschen und das Engagement der slowenischen Schüler beeindruckt. Außerdem hat mir das slowenische Essen sehr gut geschmeckt. Sven Frenzel: Mir hat die Woche total gut gefallen und ich war sehr beeindruckt von den slowenischen Familien. Clemens Scheck
|
Blick von der Burg über Ljubljana Ausflug an die Adria |
|
|
|
Hauseigene Versuchstiere für die Kläranlage Von hohen Türmen bis zu winzigen Wasserflöhen reichte
das Thema |
|
| Insgesamt gibt es elf Kläranlagen und ganze 220 km Kanalnetz
im Bereich der sechs Gemeinden, die sich zum Klärverbund
Komunala zusammengeschlossen haben. Slowenien verfolgt das ehrgeizige
Ziel bis 2018 alle Haushalte an eine Abwasseraufbereitungsanlage
anzuschließen. Dadurch soll gewährleistet werden,
dass sich die Wasserqualität aller Flüsse verbessert.
Die Krka zu schützen ist insbesondere für das gleichnamige
Pharmaunternehmen wichtig. "Harmony with nature"-
"Harmonie mit der Natur", stehe im Mittelpunkt seiner
Arbeit und Forschung. Dies erklärt ein Film, mit dem die
Besuchergruppe gleich zu Beginn in Ziele und Aufgaben der internationalen
Firma eingeführt wird. Nachdem die Schülerinnen und Schüler schon am Morgen aufgebrochen waren, sind sie nun doch ein wenig überwältigt von all den Eindrücken und Informationen. Für einen Energieschub sorgt eine Mahlzeit am Mittag, die als kleiner Imbiss angekündigt, sich als opulentes, warmes Buffet entpuppte. So können nach dieser kurzen Pause alle gestärkt fortfahren. Die Abwasserreinigungsreaktoren werden von außen besichtigt. Dann geht es weiter in einen der Neubauten; für die Führung wurden die Bauarbeiten kurzzeitig eingestellt. Hier riecht es wie in einem neuen Haus. Die gesamte Ausstattung ist hochmodern. Die Labors sind peinlich sauber und aufgeräumt, als wären sie nicht benutzt. Jetzt darf sich auch ein Teil der Schüler an der "Forschung" beteiligen. Unter einer Lupe werden Daphnien, Wasserflöhe, gezählt. Anhand ihrer Beweglichkeit wird geprüft, wie stark das Wasser nach dem Reinigungsprozess noch verschmutzt ist. Sterben die hauseigenen Versuchstierchen bei diesem Experiment, heißt das, dass das Abwasser mit toxischen Stoffen verunreinigt ist. Genau das muss vermieden werden, um den guten Ruf der Firma zu wahren, so Carman. Nach weiteren Experimenten zur Feststellung des pH-Werts und des chemischen Sauerstoffbedarfs des Abwassers endet die Führung. Da die deutschen Schüler in den letzten Tagen auch ein paar Brocken der Landessprache gelernt haben, können sie sich am Ende mit "Hvala" auf Slowenisch bei Dr. Irena Carman bedanken. Sie machen sich gemeinsam zu einem zweiten Mittagessen auf, während die Wasserflöhe noch immer im Labor herumschwimmen. Lisa Valentin
|
|