Besuch in Tallinn 2008

Von unserem Besuch haben einige Schüler ihre Erlebnisse aufgeschrieben:

Nationalpark Lahemaa

Mittwochs trafen wir uns alle um 9.00 Uhr an der Schule. Von dort aus ging es Richtung Osten in den Nationalpark Lahemaa. Als erstes fuhren wir mit dem Bus zu Estlands größtem Wasserfall. Der Wasserfall war um die 10 Meter breit und fiel 8 Meter tief. Er lag sehr idyllisch in einer Wiesenlandschaft. Unser nächstes Ziel war das Gut Kolga. Auf der Fahrt hielten unsere estnischen Austauschpartner immer einen kleinen Vortrag über die nächste Attraktion. Das Gut Kolga wurde im 13. Jahrhundert gegründet und erhielt seine heutige Fassade im 17. und 18. Jahrhundert. Gutshöfe kann man schon aus der ferne gut an den Schornsteinen der Schnapsbrennereien erkennen. Denn früher besaß jedes Gut eine eigene Brennerei. Die nächste Etappe war eines der Moore. Hier haben wir eine 45 minütige Wanderungen quer durch das Moor gemacht. Die Atmosphäre war sehr eigen, denn es war sonnig und heiß also bleibt es dem Vorstellungsvermögen überlassen wie ?moorig? es im Herbst oder Winter ist. Vinislu war unsere nächste Station. Vinislu ist ein kleiner Ort, direkt an der Ostsee gelegen. Dort besuchten wir ein Museum, in dem gesammelte Werke verschiedener Künstler ausgestellt sind. Nach einem kurzen Picknick  ging es auch schon weiter zu unserer letzten Station. Palmse mois oder Herrensitz Palms. Ebenfalls ein Gut. Das Schloss wurde um 1670 erbaut und wurde im 18. Jahrhundert renoviert. Heute wird es von einem  Park und mehrere Nebengebäuden umgeben. Den Abend verbrachten wir wieder gemütlich in Tallinn.

Christopher Kuhn

Der Trip zur Insel Aegna


30. Mai 2008... 12:45... Eine Gruppe wagemutiger Abenteurer aus Speyer und Tallinn sammelt sich am Hafen der Estnischen Hauptstadt für eine gefährliche Reise: Die Erforschung der Insel Aegna. Wir bestiegen ein altes wackeliges Schiff. Einige wollten schon umkehren als sie es sahen, aber ihre Abenteuerlust war größer und so ließen wir uns alle zur Insel überschiffen. Auf dem Weg sahen wir ein seltsames Zeichen: 5 Röhren, die die Form eines Turmes annehmen, an dessen Spitze sich ein Stern befindet. Unter diesem Turm waren 5 Ringe, ineinander verschmolzen, in 5 verschiedenen Farben. Wir rätselten lange, was das bedeuten soll, aber wir kamen nicht drauf. Nach einer langen, anstrengenden Fahrt kamen wir endlich an. Dort wurden wir von den beiden Eingeborenen empfangen. Sie führten uns zu ihrer Hütte, an der wir uns zunächst ein kleines Camp einrichteten. Die beiden Männer begleiteten uns freundlicherweise durch den dichten Mischwalddschungel, der mit blutsaugenden Schnaken verseucht war. Die Flora war sehr ausgedehnt... es gab Bäume. Dann fand man auch noch viele Bäume. Und dazu kamen noch ein paar Gräser und Bäume. Und viele Äste. Nur mit gegenseitiger Hilfe war es uns möglich uns durch den dichten Wald zu kämpfen. Wir kamen an einem schönen Strand an, dessen Sand samtweich war. Das Wasser war so grün wie der Wald zuvor. Als einige von uns das Wasser inspizieren wollten dachten wir wir seien Jesus.. WIR KONNTEN DARAUF LAUFEN! Es stellte sich heraus, dass es kein Wasser war sondern nur komische Algen und so etwas. Hinter dieser grünen Schicht fanden wir endlich normales Wasser. Einige von uns nutzten die Gelegenheit sich zu erfrischen. Nach ein paar weiteren Gängen zu anderen ?Sehenswürdigkeiten? der Insel gingen wir zurück. An der Hütte unserer eingeborenen Führer, deren Namen Juku und Hugo waren, konnten wir uns nun zufrieden stärken, was wir uns nach diesem anstrengenden Tag verdient hatten. Um 18 Uhr begaben wir uns auf den Heimweg. Es war das selbe Schiff, das uns auch zur Insel gebracht hatte. Da es mittlerweile kälter wurde verkrochen sich einige von uns (mich selbst mit eingeschlossen) unter Deck. Als wir wieder in Tallinn ankamen waren wir zwar erschöpft von der Wanderung, aber.... nein, nein.. kein aber... wir waren erschöpft und dass wir in Tallinn ankamen änderte daran auch nichts... Und am Hafen Pirita endete die Reise wo sie begann. Und viele unserer Freunde sind sicherlich reicher geworden. Reicher an Eindrücken der Flora Estlands, reicher an Erfahrungen mit schlechten Grill-Chefs (Entweder war die Wurst rot oder schwarz) und reicher an Schnakenstichen.

Philipp Alles

Situation in den Familien


Im Großen und Ganzen war denke ich jeder recht zufrieden mit seiner Familie. Bis auf ein paar kleine Unstimmigkeiten die ich hier und da mal rausgehört habe, gab es keine sonderlichen Probleme. Ansonsten wurde meiner Meinung nach jeder sehr herzlich aufgenommen und versorgt. Das war vor allem in meiner Gastfamilie so, denn es gab jeden Abend wenn wir nach Hause kamen, egal um wie viel Uhr, immer noch was warmes, frisch Gekochtes von Jaaks Mutter. Ganz zu meiner Verwunderung gab es am Abflugtag morgens um halb fünf frische Frikadellen und Pommes, auch wenn manch anderer so etwas deftiges um diese Uhrzeit nicht hätte essen können, bin ich dann gut gestärkt meine Heimreise angetreten. Mir ist aber aufgefallen, dass die Familie in vielen Gastfamilien nicht zusammen am Tisch saß und gegessen hat, sondern jeder dann gegessen hat, wenn er Hunger hatte. Nach meinem Eindruck würden viele Schüler gerne wieder in ihre Gastfamilie gehen und nicht in eine andere wechseln.

 Alexander Stickl